KG nach Vojta


Bedeutet:
Das Kind wird in einer bestimmten Ausgangslage (Rückenlage, Seitenlage und Bauchlage) vom Therapeuten oder den Eltern gehalten. Zusätzlich werden auf die Haut Reize gesetzt. Diese Reize gelangen zum Gehirn, werden dort verarbeitet und man bekommt eine Reaktion in Form einer Bewegung die zustande kommt.
Das Auslösen der Reize tut nicht weh! Der entstehende Bewegungsablauf ist anstrengend für das Kind. Er kann nicht willentlich gesteuert oder unterbrochen werden.

  • Vorraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist das konsequente Üben, drei bis vier Mal täglich, dazu werden die Eltern vom Therapeuten schrittweise angeleitet.

  • Die Therapie ist unabhängig vom Alter des Patienten einsetzbar. Im Säuglingsalter werden jedoch die besten Ergebnisse erzielt, da in diesem Alter die Formbarkeit des zentralen Nervensystems noch sehr gross ist.

  • Ziele: Aufrichtung gegen die Schwerkraft, Verbesserung der Körperhaltung, Verbesserung von zielgerichteten Bewegungen, Vertiefung der Atmung, Aktivierung des Kreislaufs und der Verdauung

  • Indikation: Prävention von Haltungsstörungen/Asymmetrien, Schiefhals, Hüftdysplasie, Fussfehlstellungen, Querschnittssyndrome, Plexus Paresen, Zentrale Koordinationsstöungen (ZKS), Infantile Zerebralparese (ICP), Haltungsstörungen und Aufrichtungsmängel, Motorische Retardierungen